| Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin |
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Foto-Shootings am Brandenburger TorEine Klassenfahrt, die ist lustig, eine Klassenfahrt, die ist schön – und manchmal auch ziemlich anstrengend. Mit Marathonläufer Dr. Moderegger alias „Dr. Mo“ und Herrn Felter an der Spitze machten wir uns Montag, dem 12. April 2010 früh morgens auf den Weg, die Hauptstadt zu erkunden: FML 07 goes Berlin !! Ankunft am Berliner Hauptbahnhof Bären-Parade im Untergrund Modisches Selbstbewusstsein Erster Programmpunkt: Roger Melis im C/O Berlin, dem alten Postfuhramt. Das raue Ambiente passte hervorragend zu den Bildern. Im Fachlabor Pixelgrain: Diskussion am Bild. Zellengang in Hohenschönhausen. Mit einem ausgeklügelten System wurde trotz häufiger Gänge zu den Verhören verhindert, dass Gefangene sich gegenseitig sehen konnten. Ein winziger Bereich für den Freigang, von oben überwacht. Einer der zahlreichen Verhörräume, das Bild lässt leider den typischen Linoleum-DDR-Geruch vermissen. Graffito im Ostteil der Stadt. Denkmal gegen den Krieg gegenüber dem Brandenburger Tor. Beim Besuch bei Laserline wurde modernste Drucktechnik vorgeführt. Schon der zweite Besuch bei Lucas de Groot in der Font Fabrik... ... wo es wieder aus erster Hand eine Sensibilisierung für die Tiefen und Weiten der Typographie gab. Danach stand die Heimreise an, ein letzter Kontakt mit dem Berliner Nahverkehr.Start: 7.45 Uhr, Kiel HBF, erster Halt Neumünster: Zustieg Franzi, zweiter Halt: Zustieg von Conny und Benni, dritter Halt: Nanditha. Und Basti und Sandro? Ah, im Speisewagen. Was sie da wohl gemacht haben? – angeblich wurde Bier getrunken. Ankunft: 12:30 Uhr in Berlin. Mit U-Bahn, S-Bahn und im Marathon-Schritt zu Fuß mit viel Gepäck und Kompass beladen kamen wir schließlich in der Jugendherberge an, wo auch die letzten unserer Klasse zu uns stießen. Check-In, Zimmer finden und Bett beziehen. Nach unserer ersten Staffel des Marathonlaufes, ging es jetzt in die zweite Runde. Mit klarer Führung von Dr. Mo durch den Tiergarten, unter dem Brandenburger Tor hindurch, unter den Linden entlang quer durch die Stadt mit dem Ziel C/O. Im C/O erwartete uns eine Ausstellung von Roger Melis, einem Chronisten und Flaneur mit Werken aus vier Jahrzehnten. Mit eindrucksvollen Portraits und fotografischen Reiseimpressionen zeigte Melis uns nicht die üblichen Hochglanz-Anichten, sondern lies uns vielmehr das Wesen von Metropolen, Landschaften und Menschen spüren. Nach einiger Zeit sind wir aus der Ausstellung geschlichen, um endlich etwas zu essen und Berlin auf eigene Faust zu entdecken. Am nächsten Morgen war zu hören, dass einige Gruppen dabei wohl auf der Suche nach dem Nightlife die Größe der Stadt unterschätzt hatten und stattdessen hauptsächlich das Netz von Bus, S-Bahn und U-Bahn erkundeten. Tag 2: Nachdem wir noch einmal Kräfte bei einem ausgiebigen Frühstück sammeln konnten, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Tagesziel: das Fachlabor Pixelgrain in zentraler Lage beim Alexanderplatz, wo uns eine sehr informative und aufschlussreiche Führung erwartete. Neben verschiedenen Druckern und Belichtern, mit denen das Labor Ausstellungsbilder, Fotos im XXL-Format aber auch kleine Bildserien auf höchstem Qualitätsniveau herstellt, gab es eine Kaschierabteilung, in der die Bilder auf vielfältige Weise verarbeitet werden, u.a. auch mit selbst entwickelten Verfahren. Ein weiterer Programmpunkt – ungeplant, aber interessant – war eine Diskussion über die Zukunftschancen der Laborbranche und insbesondere der Ausbildung als Fotomedienlaborant. Nach einer kleinen Mittagspause ging es anschließend mit der Straßenbahn zur Gedenkstätte Hohenschönhausen. Unser Highlight. Ein Zeitzeuge erzählt uns auf eindrucksvolle Art und Weise, wie es im Stasi-Gefängnis der ehemaligen DDR zu ging und zeigte uns die Schauplätze des Geschehens, was den erschreckenden Alltag eines Gefangenen zusätzlich verdeutlichte. Isolationshaft, die Situation in den häufigen Verhören und die ausweglose Lage ohne Rechtssicherheit wurden durch die lebendigen Schilderungen erllebar. Nächster Halt: Jugendherberge. Dinner mit der Klasse bei Sauerkraut und Bratwurst. Es folgte ein gemütliches Beisammensein mit der ganzen Klasse im Sony Center. Pollenflug: Dr. Mo schwächelt auf unserem Berlin- Marathon und beendet den Abend frühzeitig. Herr Felter hingegen zog auf den letzten Metern noch einmal an und mit dem Ziel Dachkammer führte der Weg für einige von uns nach Friedrichshain. Schade nur, dass um 2.00 Uhr keine Bahnen mehr zurückfuhren – immerhin gut für das Taxi-Gewerbe. Tag 3: Leicht angeschlagen durch reduzierten Schlaf, waren wir froh, an diesem Tag nur einen Termin zu haben. Auf ging es zu LaserLine. In zwei Gruppen wurden wir hinter die Kulissen der Druckerei geführt. Einige konnten Parallelen der eingesetzten Digital-Druckmaschinen zu ihren Arbeitsplätzen entdecken, aber auch einige neue Erfahrungen machen. Wir bekamen gezeigt, wie Aufträge für den Offset-Druck vorbereitet, gedruckt und schließlich bis zum Endprodukt verarbeitet werden. Der Nachmittag stand uns dann zur freien Verfügung, sodass die meisten die Zeit für eine Shoppingtour ausnutzen – nicht wahr Anita? Tag 4: Oder der Tag, an dem wir erfahren sollten, wie oft man innerhalb kürzester Zeit das Verkehrsmittel wechseln kann. Nach einem weiteren „kurzen“ Fußweg angeführt durch Dr. Mo und Herrn Felter, dem das Stadtplanlesen quasi in die Wiege gelegt worden war, kamen wir nach einer Kaffeepause schließlich bei Lucas de Groot und seiner FontFabrik an. Luc(as) de Groot ist ein niederländischer bzw. Typograf. Er gestaltete u.a. die Hausschriften des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel", des Fernsehsenders „ARD", der „SPD" und der deutschen Tageszeitung „taz". In seinem Vortrag ließ er uns auf sehr spezielle Art in seine Arbeit einblicken und uns erfahren, dass ein „H“ nicht gleich ein „H“ ist, ein „E“ nicht gleich ein „E“. Danach galt es schon an die Abreise zu denken, abgesehen von ein paar verbliebenen Stunden zur freien Verfügung. Das Gepäck aus der Jugendherberge abholen und „schnell“ nach Hause. Mit dem Bus zum Zug nach Hamburg. Gefühlte First Class nach Hamburg – soweit so gut. Dann aber in Hamburg ein erzwungener Umstieg in einen völlig überfüllten Bus nach Neumünster. In Neumünster in den Regionalexpress ins schöne Kiel. Kiel HBF: Bus zum Dreiecksplatz und von da an zu Fuß zum Internat. Glücklicherweise waren wir im Gepäckschleppen ja schon geübt. Alles in allem war Berlin trotz aller Anstrengung wirklich schön. Ein Dank geht an die Betriebe für ihre Unterstützung, die Organisatoren der Fahrt und die Bahnen, die unseren Füßen die gewisse Erholung verschufen. Text: Sandro Ficociello, Daniela Meirowski, Nanditha Ramasamy und Alexandra Sachrau Fotos: Daniela Meirowski, Nikolas Felter |



Ankunft am Berliner Hauptbahnhof
Bären-Parade im Untergrund
Modisches Selbstbewusstsein
Erster Programmpunkt: Roger Melis im C/O Berlin, dem alten Postfuhramt. Das raue Ambiente passte hervorragend zu den Bildern.
Im Fachlabor Pixelgrain: Diskussion am Bild.
Zellengang in Hohenschönhausen. Mit einem ausgeklügelten System wurde trotz häufiger Gänge zu den Verhören verhindert, dass Gefangene sich gegenseitig sehen konnten.
Einer der zahlreichen Verhörräume, das Bild lässt leider den typischen Linoleum-DDR-Geruch vermissen.
Beim Besuch bei Laserline wurde modernste Drucktechnik vorgeführt.
Schon der zweite Besuch bei Lucas de Groot in der Font Fabrik...
... wo es wieder aus erster Hand eine Sensibilisierung für die Tiefen und Weiten der Typographie gab.
Danach stand die Heimreise an, ein letzter Kontakt mit dem Berliner Nahverkehr.