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Fotograf/Fotografin PDF Drucken

Welche Voraussetzungen sind notwendig, um Fotograf zu werden?

Für eine Ausbildung zur Fotografin bzw. zum Fotografen ist es zunächst notwendig, einen Ausbildungsbetrieb zu finden, mit dem ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen wird und der den betrieblichen Teil der Ausbildung übernimmt. Als schulische Voraussetzung ist ein Realschulabschluss wünschenswert, aber auch Hauptschulabsolventen können diesen Beruf erlernen. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Im Rahmen der dualen Ausbildung findet der schulische Teil der Ausbildung in der Berufsschule statt. Dies kann die lokale Berufsschule vor Ort sein oder mit einer Überstellung auch die Landesberufsschule Photo+Medien Kiel. Ausbildungsbetriebe aus Schleswig-Holstein und Hamburg schicken ihre Auszubildenden grundsätzlich in die LANDESBERUFSSCHULE PHOTO+MEDIEN KIEL.

Welche Betriebe und Institutionen bilden Fotografen aus?

Betriebe, die Fotografen ausbilden, sind zunächst einmal Fotostudios und Fotoateliers. Diese Betriebe werden in der Regel vom Inhaber geführt, der selber fotografiert, doch gibt es auch größere Betriebe und Studioketten mit mehreren Filialen. Weitere Ausbildungsbetriebe sind Werbeagenturen, Versandhäuser, Museen, Universitäten und Polizeibehörden.

Im Prinzip kann jeder fotografische Betrieb ausbilden, wenn der Betrieb einen mindestens 24 Jahre alten Gesellen mit einer Berufsausbildung zum Fotografen beschäftigt. Seit August 2009 gilt für alle neu begonnen Ausbildungsverhältnisse wieder die Ausbildereignungsverordnung (AEVO), nach der Ausbilder (wieder) im Rahmen einer Ausbildereigungsprüfung berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nachweisen müssen. Wer bislang ohne Beanstandungen als Ausbilder tätig war, ist von dieser Nachweispflicht befreit.
Weitere Auskünfte über erforderliche Ausbildungsqualifikationen erhält man über die die zuständige Handwerkskammer.

Welche Tätigkeiten übt ein Fotograf aus?

Weil die Ausbildungsbetriebe sehr unterschiedlich ausgerichtet sein können, sind die Tätigkeitsfelder der Fotografinnen und Fotografen, was die Aufnahmegebiete angeht, sehr vielfältig. Es gibt unendlich viele Sujets und Inhalte, die mit Hilfe der Fotografie visualisiert werden können. Die Fachgebiete der Fotografie werden grob in die folgenden Bereiche gegliedert: Portrait, Akt, Mode, Sport, Still, Werbung, Industrie, Landschaft, Architektur, Dokumentation und Reportage.

Allen Ausbildungsbetrieben ist gemein, dass die Bilderfassung mittels einer Fotokamera geschieht, die überwiegend stehende Bilder aufzeichnet, so dass am Ende der Produktionskette fertige Fotografien ausgegeben werden. Häufig erfolgt die Ausarbeitung der Fotografien bei externen Dienstleistern.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Seit dem 1. August 2009 gilt eine neue Ausbildungsverordnung für die Berufsausbildung zum Fotografen/zur Fotografin.

Für die betriebliche Ausbildung gilt ein neuer Ausbildungsrahmenplan mit den Ausbildungsschwerpunkten Portraitfotografie, Produktfotografie sowie Industrie- und Architekturfotografie.

Für den schulischen Teil der Berufsausbildung gibt es einen neuen Rahmenlehrplan, in dem vorgesehen ist, dass der Unterricht in Lernfeldern erteilt wird. Dieser Lernfeldunterricht wird seit August 2009 an der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel für alle neuen Fotografenauszubildenden reaisiert.

Wie gliedert sich die Ausbildung und der Unterricht in der Landesberufsschule?

Die Ausbildungszeit zum Fotografen/zur Fotografin beträgt normalerweise drei Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildung kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule bei der Handwerkskammer beantragt werden. Die Absprache mit der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel ist deshalb wichtig, damit eine sinnvolle Planung der Schulbesuche und damit eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung sichergestellt werden kann
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Der Unterricht an der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel findet auf vielfachen Wunsch unserer Ausbildungsbetriebe in Form des Blockunterrichts statt: In den ersten beiden Ausbildungsjahren sind jeweils zwei Unterrichtsblöcke von 6 bis 7 Wochen vorgesehen, im dritten Ausbildungsjahr gibt es zum Abschluss einen Unterrichtsblock von 9 - 10 Wochen. Die Unterbringung während dieser Zeit ist im hauseigenen Wohnheim möglich.

Ebenfalls auf Wunsch unserer Ausbildungsbetriebe bleibt der Dezember unterrichtsfrei, soweit es planungstechnisch machbar ist.

Für jeden Schulblock gibt es ein Schulzeugnis und nach Ende des Oberstufenblockes gibt es ein Abschlusszeugnis. Das Abschlusszeugnis schließt unter bestimmten Voraussetzungen den Realschulabschluss mit ein.
Die Zwischenprüfungen und die Abschlussprüfungen finden unter der inhaltlichen und organisatorischen Verantwortwortung der jeweils zuständigen Handwerkskammern bzw. Fotografen-Innung statt. Das geschieht in Schleswig-Holstein traditionsgemäß in den Räumen der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel statt. Rechtliche Grundlage hierfür ist ebenfalls die seit dem 1. August 2009 geltende Ausbildungsverordnung für Fotografen.

Welche beruflichen Aussichten gibt es für ausgebildete Fotografen?

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Fotografen/zur Fotografin ist eine gute Grundlage für Beschäftigung und Weiterqualifizierung in der Medienbranche. Aufgrund der starken visuellen Ausrichtung unserer gegenwärtigen Medien sind die Chancen für fundiert ausgebildete „Augenmenschen“ als durchaus gut zu bezeichnen. Mögliche Arbeitgeber sind selbständige Fotografen, Fotoateliers, Werbeagenturen, Redaktionen, Bildagenturen, Druckereien, der Fotohandel und Forschungsinstitute.