| Fotomedienlaborant/Fotomedienlaborantin |
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Arbeitsgebiet Für eine Ausbildung zum Fotomedienlaborantin bzw. zur Fotomedienlaborantin ist es zunächst notwendig, einen Ausbildungsbetrieb zu finden, mit dem ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen wird und der den betrieblichen Teil der Ausbildung übernimmt. Im Rahmen der dualen Ausbildung findet der schulische Teil der Ausbildung dann in der Berufsschule statt. Dies kann die lokale Berufsschule vor Ort sein oder mit einer Überstellung auch die Landesberufsschule Photo+Medien Kiel.Betriebe, die Fotomedienlaboranten ausbilden, sind vor allem Groß- und Fachlabore. In Großlaboren - auch als Finisher bezeichnet - ist die Arbeit sehr stark an hohen Stückzahlen orientiert. Die Tätigkeit ist daher vor allem auf den Umgang mit hochproduktiven und automatisierten Maschinen ausgerichtet. Die zu bearbeitenden Aufträge sind Bilder, die von Endkunden über Foto-Geschäfte, Drogerien oder das Internet an das Großlabor geliefert werden. Wegen des Wandels vom Film als Aufnahmemedium zur digitalen Kamera geht in den Laboren der Anteil der Filmentwicklung stetig zurück, die Bildproduktion von digitalen Daten dagegen nimmt zu. Außerdem versuchen die Labore durch ergänzende Produkte, wie z.B. Fotobücher, Foto-Tassen, Schlüsselanhänger die Angebotsvielfalt zu erweitern. In Fachlaboren werden Bilder in kleineren Stückzahlen erstellt. Die Produktion ist inidividueller und stärker auf professionelle Kunden, wie Fotografen, Werbeagenturen und Verlage ausgerichtet. Die Angebotspalette ist bezogen auf Formatwahl und Material üblicherweise sehr vielfältig und reicht z.B. von hochwertigen Einzelvergrößerungen für Ausstellungen über Werbung für Leuchtkästen bis hin zu riesigen Bildbahnen für die Außenwerbung an Gebäuden. Zum Teil gibt es auch Fachlabore, die sich auf Nischen spezialisiert haben und dort z.B. erfolgreich hochwertige Schwarz-Weiß-Vergrößerungen erstellen. Inhalte Die Inhalte der Ausbildung sind in der Verordnung für die Berufsausbildung Fotomedienlaborant/Fotomedienlaborantin festgehalten. Für die Betriebe gilt dabei der Ausbildungsrahmenplan, während für die Berufsschule der Rahmenlehrplan verbindlich ist. Die Dokumente können Sie mit den folgenden Links einsehen:
Ausbildungsablauf Die Ausbildungszeit zum Fotomedienlaboranten beträgt normalerweise drei Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit kann bei der Industrie- und Handelskammer beantragt werden, sie muss natürlich mit dem Betrieb, aber auch unbedingt mit der Berufsschule abgestimmt werden, um eine sinnvolle Planung der Schulbesuche und damit eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung zu gewährleisten.Pro Ausbildungsjahr sind an der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel zwei Unterrichtsblöcke von jeweils 6 Wochen vorgesehen (also 12 Wochen pro Ausbildungsjahr). Die Unterbringung während dieser Zeit ist im hauseigenen Internat möglich. Für jeden Schulblock gibt es ein Schulzeugnis und nach Ende des letzten Oberstufenblockes ein Abschlusszeugnis. Davon unabhängig sind die Prüfungen der Industrie- und Handelskammer, die ihre Prüfungen auch in den Räumlichkeiten der Landesberufsschule Photo+Medien Kiel durchführen. Genaueres zur Zwischenprüfung am Ende des zweiten Mittelstufenblockes und der Abschlussprüfung am Ende des zweiten Oberstufenblockes findet man ebenfalls in der bereits erwähnten Verordnung. Berufliche Aussichten Eine abgeschlossene Ausbildung zum Fotomedienlaboranten ist nicht nur im erlernten Beruf die Grundlage für Beschäftigung und Weiterqualifizierung. Durch die im Berufsbild integrierten Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien eröffnen sich auch Perspektiven für eine Weiterqualifizierung im Bereich der Print- oder AV-Medien. |